Markus Frommlet

Markus Frommlet, Arzt und Sportwissenschaftler

  • Biographie:
    Am ersten Tag meines Lebens, im Jahr 1961, erblickte ich vermutlich als erstes meine liebe Mutter, Hannelore Frommlet, die bis zu Ihrem Tod im Jahr 2019 stets für mich da war. Als viertes Kind von Vier war ich das „Nesthäkchen“ der Familie. Mein Vater Dieter Frommlet war Spross einer Musikerfamilie in der oberschwäbischen Provinz und widmete sein Leben als Chordirigent und Komponist der Musik. Folgerichtig bin ich mit Musik aufgewachsen. Als Achtjähriger wurde ich bei den Stuttgarter Hymnus-Chorknaben aufgenommen. In den folgenden sechs Jahren waren Bach und Händel meine steten Lehrmeister und die Beschäftigung mit der klassischen Musik, die vielen Konzertauftritte, Konzertreisen und Plattenaufnahmen haben meine Persönlichkeit entscheidend mitgeprägt. Mit 13 Jahren begann ich, Oboe zu spielen. Direkt im Herzen Stuttgarts war das Leben abwechslungsreich und spannend. Auch die vielen Reisen, die meine Eltern mit uns unternahmen, haben mich inspiriert, wofür ich sehr dankbar bin. Da ich schon als kleiner Bub immerzu sportbesessen war, trainierte ich einige Jahre lang im Leistungskader Geräteturnen der KTV Stuttgart. Mein Alltag war geprägt von Leistung und Herausforderungen, denen ich mich gerne unterzog. Während der Pubertät reflektierte ich viel über mich und meine Aufgaben als Mensch und ging mit dem uneingeschränkten Leistungsgedanken auf Distanz. Gleichzeitig erwachte mein Interesse für das geschriebene Wort und dies lebte ich jahrelang als Chefredakteur der Schülerzeitung meines Gymnasiums aus. Nach einem erlebnisreichen Jahr als Austauschschüler in den USA legte ich das Abitur ab, studierte zunächst einmal Musik in Stuttgart, bevor ich einen Studienplatz in Medizin ergatterte. Im Anschluss an das Medizinstudium in Ulm startete ich meine berufliche Laufbahn als Mediziner, während ich nebenbei ein Studium der Sportwissenschaften in Tübingen absolvierte. In den folgenden Jahrzehnten galt mein persönliches Interesse der Musik, dem Sport und den Bergen. Ich führte ein mit allerlei Terminen vollgepacktes Dasein als Arzt, semiprofessioneller Musiker, begeisterter Amateursportler und passionierter Bergsteiger. Erst als ich meine Lebenspartnerin Ute Jansen kennenlernte, wurde ich zum „Familienmensch“. Intensive Jahre folgten, in denen die Erziehung ihrer drei Kinder und die Familie im Vordergrund standen. Nach dieser Lebensphase genießen Ute und ich nun das Leben in unserem gemütlichen Zuhause vor den Toren Stuttgarts.
  • Bücher:
    Über mein Schreiben…
    „Das Geheimnis des Lebens offenbart sich in den alltäglichen Dingen“ – so etwa ließe sich, ganz auf die Schnelle, die fiktive Frage nach dem „philosophischen Hintergrund“ meiner schriftstellerischen Tätigkeit beantworten. Von einer bürgerlich-humanistischen Erziehung geprägt, verlief meine persönliche, weltanschauliche Entwicklung in Richtung eines subjektivistischen Realismus, der zusammen mit dem Prinzip des Zen-Buddhismus „Alles ist eins, und eins ist alles!“ zur ganz persönlichen Erkenntnis geführt hat, dass es DIE Wirklichkeit NICHT gibt, dass alles, was um uns ist, ALLUMFASSEND ist und in jeder noch so unbedeutenden Situation Weisheit steckt, die es zu erfassen und zu begreifen gilt. Diese geistige Befindlichkeit bildet die Basis für mein Schreiben, mit dem ich auf leicht verständliche und kreative Weise aufzeigen möchte, dass die Faszination des Lebendig-Seins im UNTEILBAREN MOMENT DES AUGENBLICKS liegt, die sich beim Umgang miteinander in den kleinsten, oft unscheinbarsten Gesten äußert. Wachheit, differenzierte Wahrnehmungsfähigkeit und die Fähigkeit, die Phänomenologie einer Situation subjektiv exakt und treffend zu beschreiben, darin liegt für mich eine große Herausforderung, aber auch ein wunderbarer Impetus. Durch die Vielzahl von unterschiedlichsten Situationen, ob skurril, komisch, oder auch mal ganz banal und „alltäglich“, die ich in den vielfältigen Handlungssträngen meiner Geschichten heraufbeschwöre, und die von mir gelegentlich bis aufs kleinste seziert werden, versuche ich, eine erzählerische Dichte zu schaffen, die, im besten Falle, das Lesen zu einem Erlebnis macht. Der Leserschaft mittels einer Synthese von kurzweiliger Unterhaltung und hintersinniger Tiefe quasi „durch die Hintertür“ durchaus existenziell relevante Erkenntnisse zu ermöglichen, das ist eines der ehrgeizigsten Ziele, welches meinem Schreiben zugrunde liegt. Dabei mache ich mir meine Neigung zu Phantasie und Kreativität zunutze, die mir genuin innewohnt und die häufig dazu führt, dass trotz klar vorgefertigter, strukturierter Planung meiner Erzählungen während des Schreibens, quasi aus dem Nichts, spontane und unberechenbare Einfälle auftauchen, die dann, im besten Falle, zur Nähe und Unmittelbarkeit meiner Erzählungen beitragen.

  • Malerei:
    Was geht alles in Ölpastell? Detailgetreues Malen mit einem beträchtlichen „Schuss“ Individualität – das ist mein Motto! Meine Bilder sollen durch ihre lebhafte Präsens und ihre harmonische Farbgebung bestechen. Ich bemühe mich, die Werke zu echten „Hinguckern“ zu machen, die durch ihren intensiven Realismus den Blick des Betrachters magisch anziehen. Verursacht wird diese Intensität durch eine aufwändige vielschichtige Mal- und Wischtechnik, die ich selbst entwickelt habe. Dabei verwende ich ausschließlich Ölpastellkreide. Hier eine Auswahl meiner Bilder:

  • Musik:
    Als Achtjähriger wurde ich Mitglied der Stuttgarter Hymnus Chorknaben, wo ich über fünf Jahre in mehreren hundert Konzerten im In- und Ausland, bei Platten- und Rundfunkaufnahmen etc. meine ersten musikalische Erfahrungen machen durfte. Mit 13 Jahren begann ich, Oboe zu spielen. In den darauffolgenden Jahrzehnten spielte ich unzählige Konzerte, als Orchestermusiker und Solist, wobei die jahrelange Mitwirkung im Domus-Quintett einer der musikalischen Höhepunkte darstellte.
    Link zu einer Aufnahme des Domus-Quintetts: The Domus Quintett – Chick Corea’s Spain
    Da ich schon Zeit meines Lebens an beinahe allem, was mir in die Quere kommt, Interesse finde, beschloss ich vor wenigen Jahren, dass meine Zeit als aktiver Musiker und Instrumentalist abgelaufen sei. Ich bin froh, dass ich über so viele Jahre als aktiver Musiker bei zahllosen schönen Konzerten und musikalischen Ereignissen mitwirken durfte!
  • Sport und Berge:
    Zeit meines Lebens waren Bewegung, Spiel und Sport für mich essentieller Bestandteil. Schon in der Kindheit verbrachte ich die meiste Freizeit als Fußball-spielender und mit allerlei anderen körperlichen Herausforderungen beschäftigter Junge. So ist es nicht verwunderlich, dass ich mich als Zehnjähriger in einem Leistungskader für Geräteturnen wiederfand, wo ich zeitweise täglich für höhere Ziele trainierte, bis die aufkeimende Karriere als Turner durch eine Verletzung ein jähes Ende fand. In der Jugendzeit flammte dann meine Begeisterung für Ausdauersportarten auf. Durch kontinuierliches Training brachte ich es als Triathlet so weit, dass ich 1999 bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Hawaii teilnehmen durfte. Ein chronisches Bandscheibenleiden zwang mich Anfang des neuen Jahrtausends, meine leistungssportlichen Ambitionen aufzugeben. Dennoch blieb ich weiterhin ein begeisterter Sportler, der sich immer noch gerne körperlichen Herausforderungen stellt. Zusammen mit meiner Lebenspartnerin Ute Jansen umrundeten wir 2016 als Erste in 22 Tagen die Landesgrenze von Baden-Württemberg und legten dabei 1500 km und 15000 Höhenmeter zurück. Im Jahre 2020 gelang uns die Erstumrundung der bayerischen Landesgrenze in 50 Tagen, bei der wir 2600 km und 52000 Höhenmeter mit eigener Muskelkraft bewältigten und für die wir in Eigeninitiative ein Spendenprojekt für Kinder mit Handicap ins Leben riefen. Neben dem Sport faszinieren mich seit der Zeit meiner ersten Studienjahre die Gebirge der Welt, im Sommer beim Wandern, Klettern, Bergsteigen und Mountainbiken, im Winter auf Skiern und Schneeschuhen. Bei vielen Hundert Bergtouren habe ich die höchsten Gipfel der Alpen bestiegen und war in den Gebirgen der Welt unterwegs, unter anderem im Himalaya und in den Anden, auch als Expeditionsarzt.