Frühstück in Demmingen und Ulmer Rendezvous mit Rollstuhlsportlern

In Nördlingen bietet ein Spaziergang auf der Stadtmauer, die kreisförmig die Altstadt umschließt, wunderschöne Ausblicke. Die Grenzgegend bei Weikersheim, das Taubertal mit Rothenburg und bis zum Nördlinger Ries ist besonders für Fahrradtouristen lohnenswert. Hier gibt es viele schöne Radwege und kleine, wenig befahrene Sträßchen ohne zu große Höhenunterschiede und viele Sehenswürdigkeiten, Schlösser und historische Orte.

Nach der Nacht im Zelt im Rieser Sportpark schwangen wir uns morgens schon früh auf unsere Rennräder, denn 115km und einige Highlights warteten auf uns. Als erstes machten wir Halt im Baden-Württembergischen Demmingen, wo uns der Ortsvorsteher Stefan Kragler und der Bürgermeister von Dischingen Alfons Jakl begrüßten und zum Frühstück einluden. Wir freuten uns über das Wiedersehen nach unserer ersten Begegnung am östlichsten Punkt Baden-Württembergs 2016. Lange konnten wir nicht verweilen, denn wir mussten weiter nach Leipheim, wo uns eine Gruppe von Handbikern erwartete, die uns von Ulm aus 24km entgegen gefahren waren. Mit dabei war die fünffache deutsche Meisterin im Rennrollstuhl Kerstin Abele, die das Training der Handbiker leitet und die gemeinsame Fahrt der Handbiker nach Ulm organisiert hat. Wir freuten uns sehr über die farbenfrohe Begleitung und uns beeindruckte, welche Geschwindigkeit die Handbiker mit purer Armkraft erreichten. Auf dem Ulmer Münsterplatz wurden wir vom Ulmer Oberbürgermeister Herrn Czisch und der Neu-Ulmer Oberbürgermeisterin Frau Albsteiger, sowie weiteren Rollstuhlfahrern, Presse und Fernsehen empfangen. Das gemeinsame Sporttreiben von Rollstuhlsportlern aus Bayern und Baden-Württemberg zeigt, dass beim Sport Grenzen überwunden werden können und wir freuen uns über das gemeinsame Treffen von Oberbürgermeisterin und Oberbürgermeister beider Grenzstädte. Ganz besonders freut uns, dass die Stadt Ulm dem Schüler Robin Schwenkedel ein Handbike ermöglicht hat und Oberbürgermeisterin Frau Albsteiger danken wir ganz herzlich für die sehr großzügige Spende! Nach diesem bewegenden Empfang auf dem Münsterplatz setzten wir uns selber in Rollstühle, um gemeinsam mit Handbikern und Rollstuhlfahrern zum Ruderclub in Neu-Ulm zu rollen. Seit 2016 haben wir nicht mehr im Rollstuhl gesessen und wir können jedem empfehlen, diese Erfahrung zu machen, denn dadurch erhält man einen wertvollen Einblick, wie Menschen mit Behinderung die Umgebung erleben. Übrigens kommt Kerstin Abele auch gerne in Schulen, um das Thema mit Schülern aller Altersstufen zu behandeln und Werner bietet das Projekt Rollstuhlbasketball in Schulen an (“Handicap macht Schule”). Gemeinsam genossen wir den Abend auf dem Gelände des Ruderclubs am Donauufer im Restaurant Ufer7, bevor wir uns müde und voller wunderbarer Erlebnisse in unser Zelt verkrochen. Herzlichen Dank an den Vorsitzenden Herrn Raimund Hörmann für die Möglichkeit, auf dem Gelände des Ruderclubs zu zelten und an die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit Frau Carolin Dake.

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